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Geschichte Norwegen

 
wikingerschiff
Nachgebautes Wikingerschiff "Gaia" im Hafen von Sandefjord 
(Vestfold)
 
 
8000 v. Chr.: Ende der letzten Eiszeit, die Menschen folgen Rentieren und anderem Jagdwild Richtung Norden
 
7000- 4000 v. Chr.: Besiedlung der Finnmark ablesbar aus Spuren der Komsakultur, in Südnorwegen wird zur Agrarkultur übergegangen
 
1500- 500 v. Chr.: Während der Bronzezeit im Süden bäuerliche Kultur, im Norden weiter Jagdkultur
 
872: Schlacht bei Hafrsfjord, Harald "Schönhaar" vereinigt mehrere Kleinkönigreiche und schafft ein Norwegisches Reich
 
9. und 10. Jahrhundert: Entdeckungs- und Eroberungsfahrten der Normannen (Wikinger), Entdeckung von Island, Grönland und Nordamerika. Mehr dazu bei Geschichte der Wikinger
 
um 1000: Christianisierung unter Olaf I. Tryggvason
 
um 1250: Die Hanse errichtet Niederlassung in Norwegen und beutet das Land aus
 
13. Jahrhundert: Größte Ausdehnung des Reiches unter Hakon IV. Grönland, Island, Teile von Schweden und zahlreiche Inseln gehören zu Norwegen
 
1319 bekommt König Magnus Eriksson als Neffe des schwedischen Königs auch die schwedische Krone. Sein Thronfolger heiratet die Tochter des dänischen Königs, Margarete. Daraus entsteht die Kalmarer Union, die Norwegen, Schweden und Dänemark zusammenführt.
 
1349-1350: 60% der Bevölkerung Norwegens stirbt an der Pest.
 
Aus der Kalmarer Union löst sich Schweden 1523. Später im Jahre 1536 wird Norwegen zu einem Teil Dänemarks erklärt. Dänemark kämpft auf Seiten Napoleons. Nach dessen Niederlage gerät Norwegen 1814 an Schweden.
Norwegen erhält von Schweden Autonomie und eine eigene Verfassung "Grunnlov" (17. Mai 1814).
Die verfassungsgebende Versammlung tagt in Eidsvoll.
 
1905: Unabhängigkeitserklärung nach Volksabstimmung, König von Norwegen wird der dänische Prinz Karl, als Hakon VII.
 
1. Weltkrieg: Norwegen bleibt neutral.
 
2. Weltkrieg: Norwegen wird 1940 von deutschen Truppen besetzt. Königshaus und Regierung flüchten nach London ins Exil.
 
Oktober 1945: Freie Wahlen. Unter Einar Gerhardsen absolute Mehrheit der Arbeiterpartei.
Soziale Reformen nach schwedischem Vorbild (Wohlfahrtstaat)
 
1945: Gründungsmitglied der UNO
 
1949: Gründungsmitglied der NATO (Ende der Neutralität)
 
1960: Eintritt in die European Free Trade Organisation (EFTA), am 4.1.1960 Stockholmer Abkommen als Reaktion auf den EWG- Vertrag, 7 Gründungmitglieder: Dänemark, GB, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und Schweiz, später eingetreten 1970 Island, 1985 Finnland und 1991 Liechtenstein, mittlerweile nur noch verblieben: Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz, Sitz in Genf (Schweiz)
 
Mitte der 1960er Jahre: Ölfunde in der Nordsee
 
1972: Volksabstimmungen mit knapper Mehrheit (53%) gegen die EG- Mitgliedschaft
 
1986: Wirtschaftskrise wegen fallender Ölpreise, Sparpolitik
 
1990: Minderheitskabinett unter der Sozialdemokratin Gro Harlem Brundtland
 
1991: Tod von König Olav, Harald V wird neuer norwegischer König
 
1994: Olympische Winterspiele in Lillehammer, die als die Besten aller Zeiten in die Geschichte eingehen.
 
Erneut eine Volksabstimmung mit knapper Mehrheit (51%) gegen die EG- Mitgliedschaft
 
2001: Parlamentswahlen ergeben Niederlage für Arbeiterpartei. Regierungschef ist Kjell Magne Bondevik, der eine Mitte-Rechts-Koalition führt
 
2005: Parlamentwahlen ergeben Niederlage für die Mittel-Rechts-Koalition. Neuer Ministerprädsident wird Jens Stoltenberg von der Arbeiterpartei, der eine rot-grüne Koalition führt
 
2009: Parlamentswahlen bestätigen Jens Stoltenberg. Er führt eine Regierung mit rot-grüner Struktur an. Vertreten sind seine Arbeiderpartiet, dazu die Senterpartiet und die Sosialistisk Venstreparti.